Das Körperliche und seine Psyche

Gerne bleibe ich aufgrund einiger aktueller Diskussionen mal beim rein Psychologischen dieser Krankheit, bezogen auf meinen Fall:
Dass ich VCD habe, was ja die Stimme/Stimmbänder, den Halsbereich, das “Fortbleiben von Luft” und “Engwerden des Atems” betrifft, hat den psychologischen Hintergrund,
dass ich vieles im Leben “schlucken” musste,
mir oft “der Atem stockte” weil ich entsetzt war über Vorgänge um mich herum,
meine “Kehle wie eingeschnürt” war, weil man mir den Raum für meine freie Entwicklung oder Meinung nicht lassen wollte,
ich oft vor Trauer und Wut “einen Kloß im Hals” hatte,
mir oft “die Luft weg blieb” weil ich fassungslos war,
ich “den Hals voll” hatte von etwas,
es mir “die Sprache verschlug” wegen einem Schock,
ich oft “um Luft ringen” musste wegen einem totalen Unverständnis der Verhaltensweisen anderer…

ich kenne das Körperliche und seine Psyche sehr gut, bei anderen, als auch bei mir, und nehme diese Zusammenhänge sehr ernst, daher ist es für mich auch nicht negativ, wenn andere sagen “dass Du das hast, wundert mich nicht”.

Was ich negativ finde, ist das Reduziert-werden auf die Psyche, und die in meinem Fall unpassend auf mich übertragenen Herleitungen, wie:
- “Sie hyperventilieren sicher in dem Moment, und dann…” oder “na, dann werden Sie sicher schon mit der Angst, dass was passieren könnte, in diese Situation hinein gegangen sein, und dann ist es nicht verwunderlich, wenn…” oder “man steigert sich dann auch sehr hinein, nicht wahr?” obwohl ich gelernt habe, bewusst zu atmen und Ängste oder Panik erst gar nicht mehr zu empfinden, da ich ja weiß: Es ist nur ein Reflex, der verkrampfte Muskel im Hals macht statistisch nach 30 bis maximal 180 Sekunden wieder “auf”, entspannt wieder. Und vom Asthma oder Belastungsasthma weiß ich auch: Es ist bei mir nicht wie bei COPD-Leuten, ich bin im Verhältnis noch ein Fall, der das JETZT einigermaßen unter Kontrolle haben kann und dem kein Kollaps dabei passiert.
Ich habe also keine Angst, ich habe ein Bewusstsein !
Es ist nunmal Realität / Fakt, DASS etwas passieren KANN.
Also beobachte ich mich gelassen und stelle fest: “Oh, Mist, da kommt was, die Stimmbänder zucken” oder “Oh, Mist, das wird aber gerade eng hier im Brustkorb” und steuer dann dagegen. Das hat nichts von einer selbsterfüllenden Prophezeiung oder einem Reinsteigern aufgrund von Angst, und Panik schonmal gar nicht mehr (Panik hatte ich bei den ersten 20 Anfällen im September/Oktober 2005, als ich nicht wusste, was es ist und woher es kommt und wer mir überhaupt glaubt). Oder ich stelle fest: “Prima, alles ruhig trotz dieser und jener Umstände — sie scheinen aktuell nichts auszulösen”.
Differenziertes Bewusstsein !
Und darauf bin ich stolz… und hasse es, wenn mir das jemand abspricht oder einen Standard über mich stülpt….

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