Man macht sich ja manchmal echt bekloppt — Fibrose-Paranoia…

Heute traf ich auf dem Krankenhausflur einen Mitpatienten, der mich fragte, was ich denn habe. Ich beschrieb die ersten Symptome, die mir so einfielen, weil sie aktuell auftreten: “Husten, Müdigkeit und Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit, meine Häufigkeit der Atmung ist erhöht, fast so’n bißchen wie beim Hyperventilieren, und ich muss mehr Kraft für die Dehnung der Lungen und damit für die Atmung aufwenden (habe ich das Gefühl), denn manchmal tut das Durchatmen vorn und im Rücken weh” — weiter kam ich nicht, denn er sagte, “ach, das ist VCD ? Ich dachte, das wären die Symptome einer beginnenden FIBROSE“.
“Nöö nöö”, sagte ich, “ich hatte Monate lang Stimmband-Verschlüsse, und auch in den Kliniken Essen hat man damals in der Laryngoskopie eindeutig einen Stimmbandkrampf ausgelöst, da war ich narkotisiert.. ausserdem habe ich eine reflux-getriggerte Tracheobronchitis nachgewisen bekommen, alles gesicherte Befunde, das heftige Rumhusten kommt von… und zudem..” bababa… aber während meines Redens merkte ich, wie mein “Hinterbewusstes” zu mir flüsterte: “Fibrose, Fibrose, hm hm, das musst Du aber mal nachgucken, was das ist, diese Fibrose”. ER dann noch: “Du hast doch am Anfang Kortison bekommen. Dann war das die Rettung, bevor es richtig los ging, denn Kortison stoppt die Fibrose. Die dachten, Du hättest Asthma, haben Dir Kortison gegeben, und es hat woanders geholfen: Fibrose zu stoppen, und diese ganzen bronchialen Probleme eh”. Klang in sich logisch. Könnte man alles auch SO sehen, wenn man das Pferd neu von hinten aufzäumt. KÖNNTE man.
Ich also an den Klinik-Internet-Terminal, auf die Lungenfibrose-Seite, und was steht da ? Ihr könnt ja mal nachgucken (klick): GENAU das was ich da an Symptomen aufgezählt habe !
Also, 1.) ich bewundere Pneumologen und (gute !) HNO, dass sie das mit dem Auseinanderhalten dieser ganzen nah beieinander liegenden Symptome hinbekommen, und 2.) ich lege mir jetzt hier in der Klinik nicht jede 4. Krankheit zu. Locker bleiben, sag ich da nur… ich geh mal lieber die nächsten Tage mehr allein spazieren und lese lieber ein paar Hunde-Zeitschriften, “mal was anderes”, lach…

Fibrose – was ist das? (Quelle ist die o.g. Fibrose-Internetseite)

Zu einer Lungenfibrose können eine Vielzahl von über 100 Lungenerkrankungen führen. Die Erkrankung beginnt mit einer Entzündungsreaktion, die sich in den Lungenbläschen (Lungenalveolen) abspielt. Dadurch kommt es zur einer Vermehrung von Bindegewebe zwischen den Lungenbläschen und der sie umgebenden Blutgefäße, d.h. die Lunge versteift. Die Folgen: es muss mehr Kraft für die Dehnung der Lungen und damit für der Atmung aufgewandt werden. Außerdem ist es durch die Vermehrung des Bindegewebes für den Sauerstoff schwerer in die Blutgefäße zu gelangen. Es kommt zu einem Abfall des Sauerstoffs im Blut. Dies führt zu einer Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit mit Luftnot, bei schwerer Erkrankung auch in Ruhe.

Beschwerden
Typisch sind für die Erkrankung sind Beschwerden wie Husten, Müdigkeit und Einschränkung der körperlichen Belastbarkeit. Der Arzt kann häufig bereits mit dem Stethoskop die Erkrankung vermuten. Bei fortschreitender Erkrankung ist die Häufigkeit der Atmung erhöht (normalerweise atmet man weniger als 15 mal in der Minute im Ruhezustand).

(für “mehr..”, siehe o.g. Site zum Thema)

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