Klinik Schönau auch gut im Umgang mit jungen Patienten/Kindern…
Sonntag, 14. Februar 2010“Ines” hat dies bereits als “Kommentar” gepostet, aber ich stelle es gern HIER “direkt lesbar” ein, denn um den Unterpunkt der “Kommentare” zu finden, braucht es hier ja mehrere Klicks, und Ines’ Bericht gehört eigentlich eher “nach vorn”:
“Ich dachte ich schreibe mal einen Kommentar zu dem Thema, denn aus eigener Erfahrung weiß ich wie schlimm so etwas als Kind sein kann, nicht zu wissen was mit einem los ist.
Ich bin jetzt 19 Jahre alt und mit dem VCD-Syndrom “aufgewachsen”. Als Kind, mit 6-10 Jahren, hat es sich oft so geäußert dass ich am Tage heiser war und dann abends trockenen Husten bekam, nachts bin ich plötzlich aufgewacht und hatte diese starke Atemnot. Natürlich wusste ich nicht weshalb das so war, aber als ich rückblickend drauf geschaut hab was an den Tagen anders war als an anderen, kann ich sagen, dass an den Tagen oft meine Eltern nicht zu hause waren wenn ich abends ins Bett gegangen bin. Und ich war damals ein sehr elternfixiertes Kind…
meine Mutter wusste nie was mit mir los war, wir sind vom einen Kinderarzt zum nächsten Lungenarzt, aber außer Asthmamittel hat mir da niemand was besseres vorgeschlagen. Bis wir zu einem meiner Meinung nach sehr fähigem Lungenfacharzt gegangen sind, der mich nach Schönau, ins Berchdesgardener Land in die Kur zu Herrn Doktor Kenn geschickt hat.
Da hab ich dann mit meinen damals 10 Jahren eine Kamera durch den Hals bis zu den Stimmbändern geschoben bekommen, welche zeigen sollte bei welchen Gerüchen ich Anzeichen hatte, dass meine Stimmbänder zugehen. Ich hab da früher stark auf Benzin reagiert und man konnte auf dem Bildschirm gut erkennen wie die Stimmbänder zugegangen sind. Außerdem durfte ich tagsüber immer mal ca. eine Stunde auf dem Laufband laufen um zu schauen ob ich auch bei übermäßig viel Sport reagiere, und ja, auch da hatte ich dann dieses Beklemmtheitsgefühl im Hals, wenn ich zu eifrig war oder aber auch wenn ich einfach keine Lust mehr zu laufen hatte, es aber sollte.
Komischerweise hatte ich nachdem ich aus der Kur wieder zu hause war nie mehr einen so krassen Atemnotsanfall wie zuvor.
Ich spiele jetzt seit 4 -5 Jahren Fußball und habe zwar zeitweise während Spielen damit zu kämpfen, dass ich diesen bekannten Kloß im Hals bekomme, aber ich weiß nun, dank dieser Kur, wie ich damit umzugehen habe, denn es gibt bestimmte Atemtechniken, die man dann anwenden kann.
Ich hoffe diese kurze Zusammenfassung wird vielleicht dem ein oder anderen helfen, denn ich kann nur sagen, dass diese Kur das Beste war was ich bezogen auf das VCD-Syndrom machen konnte, auch wenn ich damals erst 10 Jahre alt war.”
Liebe Ines, ich war viel älter als Du, als ich bei Dr. Kenn in Schönau war, aber ich muss es bestätigen: Für VCD-Leute ist die Klinik SEHR empfehlenswert und hilfreich, und es ist gut zu wissen, dass sie dort wohl dann auch mit sehr jungen Patienten einen prima Umgang haben..