Das Jahrestreffen fand vom 27. / 28.10.2006 im Klinikum Berchtesgadener Land in Schönau am Königsee statt.
Das Berchtesgadener Land hat sich zum Treffen von seiner schönsten herbstlichen Seite gezeigt. Genialer Blick und herrlicher Sonnenschein.
Die Stimmung war dementsprechend gut und alle Beteiligten sehr zufrieden über das große Interesse. Einige Teilnehmer haben eine weite Reise auf sich genommen um daran teilzunehmen.
Es waren Ärzte, Therapeuten, Betroffene und Angehörige unter den
Teilnehmern.
Dr. Kenn, bundesweit bekannter Spezialist für VCD, erweiterte seine angekündigte 1/2 Stunde Vortragszeit um das Doppelte. Dr. Sczepanski hat sehr ausführlich über die Methode der
Endospirometrie berichtet. Frau Krommer von der VCD-Selbsthilfe: “Bei dieser Methode wird eine Laryngoskopie durchgeführt und gleichzeitig die Lungenfunktion gemessen. Idealerweise wird ein Anfall provoziert. Dies kann durch reizende Geruchstoffe oder körperliche Belastung geschehen. Die Untersuchung wird auf Video aufgezeichnet, um auch später noch nachvollziehen zu können, ob, wie und in welchem Stadium die Stimmbänder sich geschlossen haben. Hört sich schlimmer an als es ist”.
Julia Kirchners Ausführungen zu den physiologischen Grundlagen, wie Atmung funktioniert und vor allem welche Muskeln an der Atmung beteiligt sind und aufgebaut werden können, waren eine sehr gute Einführung in den praktischen Teil der Tagung. So konnte man die einfachen aber wirksamen Übungen, die später folgten, besser in ihrer Effektivität einordnen.
Dr. Hirschmann erläuterte sehr eindringlich die Wichtigkeit einer psychologischen Beratung bei Krisensituationen zu der zweifellos ein VCD Anfall gehört.
Der Vortrag von Corinna Baum ergänzte den Vortrag von Dr. Hirschmann, da hier das Konzept der Achtsamkeit erörtert wurde. Dabei geht es vorrangig um die Aufmerksamkeitslenkung ins Hier und Jetzt. Das Konzept der Achtsamkeit soll dazu beitragen, sich selbst besser zu beobachten und Dinge, die passieren, zulassen und akzeptieren zu können, ohne diese gleich als gut oder schlecht einzuordnen. Dies ist u.a. hilfreich bei einem gelasseneren Umgang mir der Krankheit.
Frau Krommer vom VCD-Selbsthilfe-Verein schrieb mir: “So wie ich das beobachten konnte gab es unter den Teilnehmern angeregte Gespräche und einen guten Austausch über die Probleme die Atemnot mit sich bringt. Insgesamt war es eine sehr runde Sache. Wir waren uns auf der Mitgliederversammlung einig, dass wir das nächste Jahr wieder eine solche Veranstaltung machen möchten. Der Schwerpunkt sollte dann auf die Recurrensparese gelegt werden”.
Frau Krommer ist über info@vcd-selbsthilfe.de zu erreichen und freut sich jederzeit über mehr Mitglieder, die den Verein unterstützen. Infos zum VCD-Selbsthilfe-Verein können auch per Fax angefordert werden: 09371-6699865.