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Fachartikel-Tipp zu reflux- assoziierten Atemwege-Erkrankungen

Dienstag, 12. September 2006

Ich schlage mich ja mit einem heftigen Reflux herum, der u.a. Auslöser für meine Stimmbandkrämpfe war (und teilweise ist), vor allem nachts wenn ich in einer liegenden Position war und der Reflux es noch einfacher hatte, in die Atemwege zu sickern.
Ich bin seither auf 80 – 100 mg NEXIUM pro Tag, weil es ohne Nexium zu heftigen Magenschmerzen, aber dann auch zu Stimmband- und Atemwegsprovokationen durch die Säure kommt.
Dass ein ernst zu nehmender Zusammenhang zwischen den “Magenproblemen” und den “Halsproblemen” besteht, wissen viele Betroffene nicht — teils kommen nichtmal Ärzte darauf (wie in meinem Fall sehr lange).
Daher hier mal ein Tipp für einen interessanten Artikel dazu.. allerdings ist es ein nicht leicht verstehbarer Artikel für Leser, die nicht aus der Medizin bzw. der Pflege etc. kommen. Trifft man aber auf einen Arzt, der den Zusammenhang nicht erkennen kann/möchte, hat man mit solchen Artikeln immer ein gutes Argument in der Rückhand, warum er seine Aufmerksamkeit vielleicht doch genauer der Verbindung von Magen und Atemwegen widmen sollte.

Auszug aus dem Artikel:

Refluxassoziierte Atemwegserkrankungen: Asthma, chronischer Husten, Schlafapnoe

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) gehört zu den häufigsten internistischen Krankheitsbildern und kann neben der rein ösophagealen Manifestation auch zu extraösophagealen Komplikationen führen. Eine Vielzahl von respiratorischen Störungen wird mit einem gastroösophagealen Reflux in Zusammenhang gebracht, beispielsweise Asthma bronchiale und chronischer Husten. Auch Patienten mit obstruktivem Schlafapnoesyndrom zeichnen sich durch eine erhöhte Reflux-Prävalenz aus.
Primär gilt das Augenmerk bei Refluxpatienten den typischen ösophagealen Symptomen, an eine mögliche Atemwegsbeteiligung wird dagegen weniger gedacht.
Die rechtzeitige Diagnostik extraösophagealer Symptome kann dadurch erschwert werden, dass das Leitsymptom Sodbrennen nur schwach ausgeprägt oder gar nicht vorhanden ist.
Therapie der Wahl sind Protonenpumpeninhibitoren (PPI).

Quelle des Auszuges: Das Journal “Der Internist“. Es erscheint im Springer-Verlag Berlin, ISSN 0020-9554 für Print, oder 1432-1289 für die Online-Bestellung. Der Artikel entstammt dem Heft 44, Number 1 / January, 2003.

..neulich beim Arzt

Donnerstag, 15. Dezember 2005

In dieser Kategorie werden sich Szenen finden, die sich bei diversen (namentlich nicht genannten) Ärzten abgespielt haben.. “da mach’se watt mit” würden die Misfits sagen…
schön sind nicht nur plötzliche Diagnosen, die voll am Krankheitsbild vorbei sind (“Ich habe hier jetzt Dyslalie eingetragen, das ist eigentlich fast das selbe wie VCD” sagte die Arzthelferin des HNO beim Ausstellen der Heilmittelverordnung — HAMMER!!!), sondern auch die Gespräche der anderen Patienten im Wartezimmer
– immerhin verbringe ich da oft 1 – 4 Stunden, da hört und sieht man viel…