Dr. Kenn, Frau Kirchner und gutes Personal in der VCD-Klinik Schönau

12. Juni 2006

..habe hier viel Zeit, die Menschen zu beobachten, und über zwei denke ich heute besonders nach:
Prof. Dr. Kenn, meines Erachtens derzeit DER Spezialist für VCD hier in Deutschland, und Frau Kirchner, Physiotherapeutin in der VCD-Klinik Schönau.

Mein erster Eindruck von Prof. Dr. Kenn: er wirkte auf mich zügig, präzise und eher strenger, hatte auf mich aber auch eine gütige und bewusste Ausstrahlung. Ungenaues Antworten auf seine sehr genauen Fragen ließen ihn etwas angespannt werden, und er wurde freundlich-forcierend, was eine Präzisisierung meiner Antworten betraf (ich sollte genauer beschreiben, warum ich meine, es sei VCD, und wie ich mich fühle, wo ich es lokalisiere, etc., und ich war noch gar nicht richtig angekommen in mir, dem Umfeld und meinem Körper, der ja auch zig andere Beschwerden mit sich schleppt). Es ist mehr als schade, dass ich die von ihm vorgeschlagene Verlängerung aus privaten finanziellen Gründen einfach nicht bewerkstelligt bekomme, aber mit den 35 % Leistungskürzung des Sozialgeldes bei vollstationären REHA-Aufenthalten überlebe ich keinen weiteren Rechnungsmonat mehr.. denn, wenn ich länger bleibe, bricht zuhause finanziell alles endgültig zusammen. 

Dr. Kenn war vor Ewigkeiten der erste hier für Deutschland, der ein VCD-Phänomen bewusst entdeckte und auch aufgriff, um es zu verfolgen und zu erforschen – und heute springen viele Fachleute auf den Zug auf, und ich frage mich, ob dies eher in desillusionierender und vielleicht manchmal auch unfairer Konkurrenz oder in einem idealistischen Anerkennen dessen geschieht, was Kenn seit Jahren leistet und forciert (hoffentlich ohne ein Burn Out, sondern immer wieder mit Begeisterung neu).

Über Frau Kirchner aus der Physiotherapie denke ich nach, weil ich es interessant finde, dass sie eigentlich sehr unscheinbar und ein wenig nervös wirkt, weil sie sehr grazil und mit einem leisen und schnellen Sprachstil auf einen zukommt, aber in ihr steckt eine Menge Fachwissen, und ich hoffe, sie wird aufgrund des ersten Auftretens nicht zu oft unterschätzt. Sie geht sehr einfühlsam und individuell auf unterschiedlichste Patienten und Beschwerden ein, ist flexibel und sehr (!) kompetent in den Behandlungsmethoden, und wenn man sich an ihre Art, mit Worten “über-zu-sprudeln”, gewöhnt hat, hört man sehr genau: Das ist keine Unsicherheit oder Nervosität. Alles, was sie sagt, entspringt ihrem Fachwissen und ihrem schnellen Geist, der den Patienten immer wieder neu erfasst und daraus Hilfen, Ratschläge, Tipps und Tricks ableitet für einen besseren Umgang mit den körperlichen Beschwerden, oder sie läßt den Behandelten Teil haben an ihrem umfassenden Wissen. Sie erklärt z.B. vorher und während einer Behandlung genau, was sie machen wird, “warum” sie es macht und was es für Wirkungen zeigen kann oder sollte. Erst dann beginnt sie. Sehr angenehm. Die Reflektorische Atemtherapie bei ihr war sehr sehr hilfreich: Ich war danach erschöpft, aber hatte langfristig mehr Raum zum Atmen in mir, und fühlte mich nach dem Erschöpfungsschlaf lebendiger und ein wenig belastbarer.

An dieser Stelle auch ein Lob für Herrn Mouhcines Autogenes Training und seine Stretching-Gruppe, er macht all dies sehr gut.
Herr Brandner ist sehr gut im Vermitteln seiner Thera-Band-, Stock- und Stretching-Übungen, da er sie mit anschaulichen Bildern verknüpft wie z.B. Hubschrauber oben, Propeller vorn, Rudern, Paddeln, Teig rühren — so dass man im Zimmer, wenn man die Übungen allein wiederholen soll, immer ein gutes Bild vor Augen hat, wie eine Bewegung richtig ablaufen soll.
Frau Dittrichs Bindegewebsmassage hat wahrlich Tiefenwirkung, ich war begeistert, was dadurch langfristig (aus)gelöst wurde: ich war danach zwar erschöpft, aber mir war freier im Atmen. Und sie hat auch ernst genommen, dass mir der Rücken oft taub wird, und zum Abschluss noch 2 Griffe gesetzt, die dies auflösten. Dass sie mich damit nicht hat rumlaufen lassen, sondern sich diese Zeit in ihrem engen Plan noch genommen hat, spricht sehr für sie.
Ihr Kollege Herr Wein sowie Frau Maatz massieren anders, aber ebenfalls sehr gut. Es tut gut, diese doch unterschiedlichen Stile zu erfahren, und bei diesen Dreien war ich in sehr guten Händen.
Last but not least: Frau Jell von der Lungenfunktion. Im größten Stress kommt sie den Patienten, seien sie auch noch so eigenwillig, immer noch ausgeglichen und freundlich, witzig und kompetent entgegen – und vor allem motivierend, was einem bei dem E-I-A-Belastungstest auf dem Laufband (“nur” 5 Minuten voll durch-joggen) oder der 7. Lungenfunktionsüberprüfung echt hilft.

Klar gibt es hier auch nicht so motivierte, übel-launige und nicht so fähige “Pappnasen”, wie in jedem “Betrieb”….. aber viiiiiiiiiiiiiiel weniger als anderswo, habe ich das Gefühl, und das freut mich riesig.

Lachen oder Weinen ? Ohne Anfälle keine Beweise ?

11. Juni 2006

Nun habe ich also eine 2. Laryngoskopie hinter mir. Das ist eine Kehlkopfspiegelung bzw. Untersuchung des Kehlkopfes durch das Einführen eines Laryngoskops, also eines Gerätes mit einem Minikamera-Schlauch, mit dem man durch die betäubte Nase in den Hals hinunter geht bis zu den Stimmbändern. Man kann dann auf einem Monitor beobachten, was mit den Stimmbändern ist / passiert.
Der Unterschied zu der Spiegelung, die damals in den Kliniken Essen Mitte gemacht wurde, war, dass mit dieser hier ein Provokationstest einher ging.
Man gab mir also, während ich den Schlauch im Hals hatte, 4 verschiedene Sachen zu riechen (durch die Nase eingeatmet): Von Parfüm bis Ammoniak, oder irgendwas sehr Scharfes. Das hat nichts bei mir ausgelöst außer leichte Enge und Unwohlsein.
Am Tag zuvor:
In einem Lungenfunktionstest unter Einfluss von eingeatmeten “Luft-Erschwerern” zeigte sich nur eine leichte Atemnot und erst unter voller Belastung das zunehmende Versagen der Stimme.
All dies ist ja eigentlich ein Zeichen dafür, dass ich gesünder werde, und darüber sollte ich mich EIGENTLICH freuen.
Das Problem ist nur: Dies ist eine Phase. Das weiß ich mittlerweile. Und danach kommt, je nach Belastungen im alltäglichen Leben, wieder eine schlechte Phase, WENN ich wieder in den normalen Lebens- und Berufsalltag zurück gezwungen werde ! 
Ich bin ganz klar nicht mehr in der Lage, so zu funktionieren wie andere, ich bin eindeutig nicht so belastbar und eindeutig eingeschränkter ! Wissen Sie eigentlich, was mich allein DAS gekostet hat, mir das einzugestehen ?
Ich bin eine MACHERIN, ich hatte immer Führungspositionen oder war Freiberuflerin, hatte immer Gruppenleitungen oder Haus-Leitungen oder dynamische, fordernde Tätigkeiten etc. etc., ich war immer an vorderster Front, war die, die zugepackt, geholfen, organisiert und GEMACHT hat, darüber habe ich mich definiert, und jetzt muss ich mir und anderen eingestehen: Ich kann nicht mehr (schon gar nicht so, wie ich das kenne und mag), ich muss (!) “kürzer” treten, ich muss Schonraum haben (und brauche ihn auch, will ihn auch, sonst gehe ich kaputt), ich bin anfällig, schwach etc. etc. — und kaum steh ich mit geduldiger Hilfe meines Psychologen dazu, sagen andere (Ämter, Kassen, Versicherungen, also nicht in der Klinik hier): “GEHT DOCH ! Na DANN ! Mal wieder los, raus, MACH mal und wir werden sehen…!”
Mein Ziel war (IST !?) eine Umschulung in einem geschützen Rahmen, so dass ich (nicht unter Voll-Belastung) eine Berufsbildungswerk-Lehre in einem Bereich machen kann, der mehr Schonraum für meine Krankheiten läßt (ich habe ja nicht nur VCD, aber darauf würde sich eine Beantragung am meisten stützen), so dass ich auf lange Sicht raus aus meinen alten Berufen bin und in dem neuen jahrelang trotz gesundheitlicher Defizite “bestehen” kann (ich HASSE das Abhängig-sein von Ämtern und Sachbearbeitern… das macht mich fertig).
Sollte diese Umschulung/Qualifizierung nicht möglich sein, so wollte ich eine Teilerwerbsunfähigkeit prüfen lassen / anstreben, da ich sicher nicht mehr als 4 Stunden pro Tag belastbar bin, wenn ich mit den Berufen arbeiten gehen muss, die ich bereits erlernt habe.
So — und genau jetzt, zum Zeitpunkt der Beantragungen und Abklärungen, bin ich ANFALLSFREI und habe keine BEWEISE, die AKTUELL sind !
Ich lebe nun also mit der Angst, dass man mich in den normalen Lebens- und Berufsalltag zurück katapultiert und erst nochmal guckt, ob man mich los ist, von den Kosten her, und ich vielleicht doch durchhalte, “da draussen”, oder ob ich dann irgendwann tatsächlich wieder Schübe kriege, und dann sieht man neu weiter.
Ich werde diese Woche 37 Jahre alt –
je länger ich die Chance nicht bekomme, mich mit einem für mich MACHBAREN Berufsalltag einzurichten, desto heftiger wird es für mich, gesundheitlich als auch finanziell oder für meine Altersvorsorge !
Mein Freude über die Tatsache, dass ich DERZEIT gesünder und Erstickungsanfall-frei bin, ist daher ein wenig gebremst. Ich habe bei VCD eh immer Angst, dass das jemand auf Hysterie, Psyche oder Hypochondrie schiebt…

Meine Einstellung zu der Gründung einer VCD-Selbsthilfegruppe

10. Juni 2006

Ich überleg(t)e immer wieder mal, ob ich eine eigene VCD-Selbsthilfegruppe ins Leben rufe, aber eigentlich bin ich dafür auf Dauer nicht geeignet. Ich bin eher dafür geeignet, 1 x im Monat eine feste Beratung einzurichten, falls Interesse besteht, z.B. jeden 3. Donnerstag von X bis Y Uhr in einem Büro von z.B. Wiese e.V. (Selbsthilfegruppen-Koordinationsstelle in Essen/NRW) mit telefonischer oder persönlicher Sprechzeit. Das ist darin begründet, dass ich erfahrene Diplom-Sozialarbeiterin und und bald „all zu erfahrene Betroffene“ in einer Person bin (lächel).
Aber wenn ich eine Selbsthilfegruppe initiieren würde, dann wäre dies so:
1.) Eine Selbsthilfegruppe darf keine Selbstmitleidsgruppe sein, die nicht s anderes als Krankheit(en) zum Inhalt hat und einen nur runter zieht statt aufbaut. Für manche Menschen ist so eine Gruppe eine Art Plattform, um sich passiv im Kreis drehen zu können, statt konstruktiv an Lebens- und Krankheitsbewältigungsstrategien zu arbeiten. Es tut gut, verstehende Unterstützer in der Not zu in der Gruppe um sich haben, und gute Ratschläge oder weiter bringende Informationen zu bekommen. Es ist gut, sich gemeinsam zu überlegen, was alles trotz Krankheit noch möglich ist, oder erforderlich. Es kann nicht hauptsächlich darum gehen, sich endlos zu produzieren in seinem Leid oder seiner Hilflosigkeit, um immer wieder anerkannt und getröstet zu werden. Irgendwann sollten Trost, Wut, Frust und Trauer um Verlorenes (eine wichtige Phase, die unbedingt sein muss, um verarbeiten zu können) das Stadium erreichen, dass wir diese Gefühle nicht verleugnen, ihnen aber auch nicht das Übergewicht geben. Das Wesentliche und das Hauptsächliche für eine Selbsthilfegruppe ist das Finden von Mitteln und Wegen, die die eigene Lebensqualität bessern.
2.) Um die Möglichkeiten für Betroffene zu verbessern, gibt es meines Erachtens 2 grundsätzliche Ansätze.
** Der eine: Ich sorge für mein eigenes Wohl und werde persönlich aktiv, damit es mir besser geht. Hierzu nutze ich eigene Erfahrungen, werde mir meiner Selbst bewusst, und nutze auch die Erfahrungen der anderen. Geht es mir gut, bin ich auch stabiler für mich selbst, meine/n Partner/in, Freunde, Arbeit/Kollegen und/oder andere Betroffene.
** Der andere: Die Möglichkeiten und Mittel für Betroffene verbessern sich nur dann umfassend, wenn man das Private als ein Teil unserer Gesellschaft und unseres Gesundheitssystems begreift ! Und zwar nicht als hilfloses Opfer irgendwelcher Reformen, die ohne uns beschlossen wurden. Wichtig wäre, und das gilt für jedes Krankheitsbild, sich eine Lobby zu schaffen, und eine Öffentlichkeit, die Bescheid weiß, was wir gesundheitlich haben, und was wir brauchen, um mit der Krankheit fertig zu werden oder uns mit ihr einzurichten. Ich finde es also wichtig, irgendwann, wenn man selber stabil genug dazu ist, über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen, und darüber hinaus aktiv zu werden. Dies kann durch verschiedene Formen der aktiven oder passiven Mithilfe geschehen, vom Mithelfen bei einem Informationsstand auf einer VHS-Gesundheitswoche, ein Betroffenen-Interview für einen Stadtanzeiger geben, einer Aufklärungsaktion in einem Ausbildungszentrum für Gesang, einem Aufhängen eines Info-Plakates bei seinem HNO vor Ort, etc. etc., bis hin zu Spenden, oder durch Mitgliedschaft in erschwinglichen Vereinen (eine Mitgliedschaft bei www.vcd-selbsthilfe.de kostet z.B. nur 1,50 Euro im Monat, der Jahresbeitrag ist also ein Witz, den kriegt sogar ein Sozialgeld-Empfänger hin).
Wenn die Betroffenen nichts machen als sich nur im kleinsten Kreis um die eigene Achse zu drehen, wer bringt dann Bewusstsein und Mittel und Wege voran ? Die Pharma-Industrie sicherlich nicht, denn die kann an VCD absolut nichts verdienen, da VCD an sich nicht chemisch/medikamentös beeinflussbar ist wie z.B. Asthma bronchiale oder andere Luftwege-Erkrankungen.

Neue Selbsthilfegruppe Recurrensparese und VCD in Solingen

8. Juni 2006

Frau Angelika Sternfeld leidet selbst seit 15 Jahren an beidseitiger Recurrensparese und steht im Begriff eine Selbsthilfegruppe in Solingen und Umgebung zu gründen. VCD-Betroffene sind herzlich willkommen.

Am 26.08.2006 organisiert sie einen Selbsthilfetag im Klinikum Solingen von 10.00-17.00 Uhr. Nähere Informationen zur Gruppe und zum Selbsthilfetag sind erhältlich unter ernest-ss@hotmail.com.

First Days @ VCD-Klinik Berchtesgadener Land

6. Juni 2006

…da es in der Klinik eine Art Internet-”Cafe” gibt (kleiner Raum, 2 Tische, 2 Stühle, 2 PCs), welches über Münzeinwurf funktioniert (maximale Surfzeit soll 20 Minuten sein, damit bei dem Andrang jeder Mal dran kommt, und kosten 50 Cent), werde ich sicherlich ab und zu das Blog weiter führen. Ich habe mir aber überlegt, alles in allem eine Unterseite zu basteln, wenn ich mit allen Infos und Fotos zuhause bin und zudem kostenlos online gehen kann. Zur Zeit hadere ich sehr mit der Tatsache, dass ich von rund 650 Euro leben muss, obwohl allein meine Warm-Miete rund 420 Euro hoch ist (siehe 35 % Kürzung von Sozialgeld bei Krankenhaus-Aufenthalt, z.B. im Forum). Alle gehen hier abends einen Wein trinken in der Dorf-Schenke, ich sitz fest: Kurzstrecke Busticket hin, 1 Wein, Busticket Kurzstrecke zurück = 7,– Euro. Geht nicht. Seilbahnfahrt, je nachdem, wie hoch man fahren will: 11,– bis 18,– Euro (trotz Schwerbehindertenausweis!). Geht nicht. Kirchenkonzert, 10 Euro Eintritt, geht nicht. Bustour durch das Berchtesgadener Land, die Gebirge oder nach Salzburg, 10 – 20 Euro, geht nicht. Stück Sacher-Torte in einer Cafeteria, 4 Euro. Zuviel. Briefmarken, Batterien, Surf-Kosten, alles eigentlich nicht drin. Friseur 13 Euro (wobei die gute Dame ein wenig Schwierigkeiten hatte, mir als Frau einen Bundeswehr-Männerhaarschnitt akkurat zu verpassen, er ist ein wenig windschief). Es gibt Mal- und Bastel-Kurse im Haus wo Materialkosten von 5 – 10 Euro anfallen, aber auch das ist zuviel. Wäsche waschen kostet hier 1 Maschine mit Trocknernutzung 3 Euro. Das überlegt man sich 5 x, wie man das macht. Man läßt den Walkman aus, läßt das mit den Batterien, und geht Waschen, logisch, denn das hat Priorität. Hm. Und um einen herum viele Menschen, die keine größeren finanziellen Probleme haben und die es sich auch ausserhalb der Anwendungen mal mit einem Wein, einem Kuchen, einer Bustour gut gehen lassen können, was psychisch sehr zu ihrer Stabilität und zur Erholung beiträgt. Tja. So ist das. ABER ich bin DANKBAR, DASS ich hier bin, denn ich mache hier nur gute Erfahrungen mit dem Personal (und das meine ich von den Physiotherapeuten und den Atemtherapeuten bis zu der Schwester -Station 2- bzw. dem Team aus der Lungenfunktionsabteilung über die Rezeption bis zur Putzfrau) und bisher auch den Ärzten, und sogar mit dem etwas eigenwilligen Prof. Dr. Kenn (lächel). Mal gucken, ob das so bleibt. Morgen habe ich mal wieder eine Laryngoskopie, um den aktuellen Stand zu erfassen. Die letzte war letztes Jahr unter Narkose, da habe ich nichts mitbekommen, weil alles auf einmal gemacht wurde (Bronchoskopie, Magenspiegelung, Laryngoskopie und irgendwas mit der Nase) und man meinte, es sei besser, ich sei dann voll weg. Morgen ist ja nur so eine örtliche Betäubung, die führen das Sichtgerät durch die Nase ein und gehen von da in den Hals, da bin ich mal unangenehm gespannt.

Die Jahreshauptversammlung des Vereines für VCD-Selbsthilfe findet übrigens 2006 in diesem Schönauer Klinikum statt. Termin: 0kt./Nov. Nähere Infos unter www.vcd-selbsthilfe.de bei Marianne Krommer. 

So, mein Terminal spricht mit mir (“your surftime is running out”), na dann, bis bald…

Frage nach speziellen Betroffenen-Gruppen für VCD

5. Juni 2006

Ich frage mich, ob Taucher oder Sänger, Theater-Schauspieler oder Radio-Moderatoren etc. VCD-betroffen sind, ohne es zu wissen. Dass ihnen also Atemnot- oder „Erstickungsanfälle“ unerklärlich oder bekannt sind, oder ihnen auf VCD-spezifische Weise die Stimme versagt – nur dass sie nicht wissen / wussten, dass es VCD ist.
Ich meine jetzt nicht einzelne Vorkommnisse, wo die Stimmbänder berechtigt dicht gemacht haben, weil sie ja auch eine natürlich Schutzfunktion haben. So kann es beim Schnorcheln berechtigt sein, dass der Hals „dicht“ macht, um irgendetwas, was im Wasser schwamm, beim Verschlucken „nicht rein zu lassen“ in den Hals / die Lunge.
Ich meine, dass Menschen, die unter einer bestimmten regelmäßigen Anforderung oder besonderen Belastungen stehen, die anhaltend mit den Stimmbändern zu tun haben, vielleicht betroffen sind, ohne dass sie dem Ganzen bisher den Namen VCD geben konnten — obwohl es dies ist.
Wenn Sie Bekannte haben, bei denen Sie denken, dass diese unwissend betroffen sein könnten, oder als Taucher, Sänger, Musical-Darsteller, Schauspieler, als Moderator, Call Agent, Dozent/Lehrer, als oft-unter-Stress-stehendem Viel-Sprechenden hier jetzt den Effekt haben „oh, jau! DAS könnte es sein“, dann melden Sie sich doch bitte mit einem kleinen Erfahrungsbericht bei mir (bitte Kontakt-Button oben nutzen) oder im Gästebuch dieser Seite.
Wenn Sie Logopäde oder Atem-, Sprech- und Stimmtherapeut sind, und auch feststellen konnten, dass es o.g. Betroffenen-Gruppen gibt, dann würde ich mich über Rückmeldung ihrer Erfahrungen und spezifischen Hilfestellungen freuen.

Fachklinik für VCD: die Schoen Kliniken Berchtesgadener Land

3. Mai 2006

H U R R A !! Ich könnte meine Gutachterin und meine aktuelle Sachbearbeiterin von der Deutschen Rentenversicherung KNUTSCHEN ! Nachdem man mir eine vollkommen unpassende Klinik zugewiesen hatte, in der nichtmal Logopäden, Atemtherapeuten oder Pneumologen bschäftigt waren, hatte ich Einspruch einlegen müssen gegen diese Zuteilung. Dann war erstmal Totenstille, und heute hatte ich dann die Genehmigung im Kasten für die Schoen Kliniken Berchtesgadener Land
– eine der besten Kliniken in Sachen VCD-Abklärung und -Behandlung (eine der wenigen, die es überhaupt gibt hier von Holland über Deutschland bis Schweiz und Österreich). Jetzt genieße ich erstmal die Sonne, und die Hoffnung.. wie ich das finanziell machen soll, verdränge ich jetzt erstmal — das wird heftig, da einem Sozialgeld-Empfänger ja während eines Klinik-Voll-Aufenthaltes 1/3 der Sozialgeldes gekürzt wird (man isst, trinkt und heizt ja nicht zuhause, ist das Argument des Staates, also kann dieser Nicht-Verbrauch einbehalten werden) und ich dann von 220 Euro Regelsatz für den Monat lebe (es wird nur die Miete übernommen, mit Nebenkosten, aber kein Strom, Telefon, Versicherungen, sonstige laufende Kosten!!). JETZT wird sich aber erstmal gefreut. Und dann bin ich also weg von Ende Mai bis Ende Juni…

VCD und das Schwimmen an sich…

28. April 2006

…jetzt, da es wärmer wird, wird eine Sache immer brisanter für mich: Ich darf/kann ja aufgrund von VCD nicht mehr so recht ins Wasser, weil ich bei Wasserspritzern auf die Stimmbänder einen Luftnot-Anfall kriegen und absaufen könnte. Auf Chlor- und Dampf-belastete Schwimmbäder und Saunen kann ich ja noch verzichten, damit kann ich mich irgendwie frustriert arrangieren, ok, aber: Es macht mich total depressiv, wenn ich denke, dass jetzt Sommer wird, und ich darf nur noch am Ufer rumsitzen und weder Schwimmen noch Schnorcheln noch Tauchen (ich habe einen PADI-18m-Schein) und NICHTS DERGLEICHEN ??! Das halte ich nicht aus!! Also suche ich trotz Risiko nach Wegen. Ich bin so sehr mit dem Wasser, dem Meer, den Seen verbunden — seelisch, visuell, taktil. Ich werde vielleicht einen Auftrieb-gebenden Neopren-Shorty oder eine Art dünne Auftrieb-gebende Schwimm-Weste im Tauchladen kaufen und einfach ausprobieren, was so passiert, wenn ich mich damit ins Wasser begebe. Dazu wird zur Sicherheit eine schwimmtüchtige und kräftige Freundin von mir dabei sein, sie ist super im Rettungsschwimmen, und Krankenschwester. Gut, woll? Sie kennt eine nette kleine Bucht an einem kleinen Fluß mit See, Nähe Bochum. Ruhigeres Wasser zum Austesten. Es MUSS einfach Wege geben, dass ich ins Wasser kann, ich LIEBE das Wasser zu sehr, als dass ich da einen Bogen drum machen KANN. Ich KANN es nicht!

Aber jetzt nicht denken, ich sei ersoffen, wenn ich hier länger nichts schreibe (Erklärung für die Text-Armut siehe Gästebuch –> Wolfgang –> und meine Antwort dazu).

Atem & Bewegung (Feldenkrais und mehr)

18. Januar 2006

Ich möchte eine Kursleiterin im Raum Essen empfehlen, sie heißt Cordula Jansen, ist Dipl.Medizinpädagogin, Physiotherapeutin, Atemtherapeutin und unterrichtet u.a. auch die Feldenkrais-Methode. 

Ich kannte sie aus einem Training vorher schon und bin nun seit dieser Woche wieder in einem Kurs von ihr, der sich “Heilsames Atmen und Bewegen” nennt.
Kann sein, dass in den 2 laufenden Kursen (Beginn: diese Woche) jetzt kein Platz mehr frei ist, aber mir ist wichtig, hier darauf hinzuweisen, dass es sich lohnt, grundsätzlich auf die Kurse oder Workshops von Frau Jansen zu achten :: diese Frau ist wirklich kompetent.
Ich kann oft sogar bei klassischer Krankengymnastik nicht mehr mithalten, dabei ist gerade das Aufrichten des Bewegungsapparates so wichtig für eine gute tiefe ruhige Atmung — aber Frau Jansen vermittelt mit der Kombinantion aus “kleinsten Übungen” (fast alle Asthma- und/oder Senioren-gerecht), der Feldenkrais-Methode, dem QiGong und dem Yoga sowie klassischer Physiotherapie viele Übungen, die einem individuell sehr sehr hilfreich sein können (wenn man am Ball bleibt und sie in den Wochen-Alltag regelmäßig einbindet).
Der aktuelle Kurs findet im Knappschaftskrankenhaus (Kliniken Essen Mitte), Am Deimelsberg 34 b in 45276 Essen statt. Er ist über die Krankenkasse anerkannt als Rückenschule, somit kann es sein, dass die 70 Euro Kursgebühren erstattet werden. Kontakt kann man tagsüber zu ihr über das Krankenhaus aufnehmen, da sie dort angestellt ist und eng mit der Station für Innere Medizin V :: Integrative Medizin und Naturheilkunde zusammen arbeitet.

web.de “reporter”

17. Januar 2006

Tipp des Tages: Web.de hat einen Service, der nennt sich “REPORTER”. Dort kann man einige Interessen-Stichpunkte angeben, und schon erhält man täglich NEWS aus diesem Bereich, nett aufbereitet. Ab und zu sind dort gute kurze gesundheitliche Tipps, z.B. was es Neues an Krankenkassen-Entscheidungen gibt. Nicht uninteressant, sich täglich gezielt informieren zu lassen, z.B. auch zu Ernährung, Fitness, Reflux, Asthma, Atmung oder anderen Schlagworten.